| | Darśana bedeute „sehen" Es steht sowohl für die philo-sophische Sichtweise als auch für Philosophie allgemein. Darśana be- deutet auch das Anschauen des "Besonderen", wenn man z. B. in einen Tempel geht und dort in das Antlitz der Gottheit tritt oder auch wenn man einem Heiligen oder einer Heiligen begegnet. Der Darśana hier sind die Stillleben-fotografien zweier Pûjās/Anu-sthānas, welche ich Herbst 2009 und Herbst 2010 in der Godar-akhara in Varanasi/Indien gemacht habe. Das Shivalinga nach 22 stündigem königlichem Bad an Mahāśivarātri und an Navarātri die Muttergöttin Durgā, ...über neun Tage und Nächte lang geladen und verehrt. Der "Darśana" ein Kunstprojekt, viel Spaß! (Empfehlung für die Diashow: Inter-netbrowser auf 'Vollbild' stellen. Auf der Anfangsseite unten befindet sich der Startknopf.) | | | | | |  | | | | | | Abhinavagupta, der große Denker des Kaschmirischen Shivaismus, erklärt uns zum Thema darśana Folgendes: Der Heilige oder die Heilige, die Götter-statue oder das besondere Gefäß mit Wasser, sie alle sind durchdrungen von Śiva-Bewusstsein. Dieses Be- wusstsein hat als Merkmal, dass es aus einer einzigen Einheit besteht. Wäre es geteilt oder vielfältig, so wäre es nicht mehr das Bewusstsein Śivas, sondern das Bewusstsein einer Individualseele, einer unserer vielen Realitäten. Nun, schaffen wir es in dieses eine Bewusstsein von Śiva einzutreten, so ermöglicht es uns, dass wir einen darśana machen, das Göttliche er- blicken. Des Weiteren sind es eben auch diese in Śivas Bewusstsein getränkte Menschen und Gegen-stände, welche unser Individual-Bewusstsein mit dem Bewusstsein von Śiva penetrieren und uns auf diese Art und Weise an dem Zustand der Einheit teilhaben lassen. „Darśana ist das Erblicken des Einen in einem Zustand der Einheit mit ihm.” | | | | | | 
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| | | |  | | | | | | Abhinavagupta zum Thema Ästhetik: Abhinavagupta erklärt uns des Weiteren, dass die Erfahrung von etwas Schönem uns ebenfalls in diesen Zustand eines einheitlichen Bewusstseins zu versetzen vermag. Sei es herrliche Musik, ein ästhetisches Bild, der tolle Geschmack einer Traube oder die magische Berührung durch einen Menschen, sie alle können uns in diesen einheitlichen Bewusstseinszustand versetzen, den wir Śiva nennen. „Die Ästhetische Erfahrung als göttliche Erfahrung.” | | | | |